Vom Handwerk und großen Rührmaschinen – Ein Besuch bei Bäcker Klein

Erster Lernortbesuch bei der Bäckerei Klein

Am 17.01.2018 ging es für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Jahnschule in die Familienbäckerei Klein. Hinter der Fassade des kleinen Verkaufsraumes, in dem Bäckermeister Klein bereits freudig wartete, ging es für die acht kleinen Bäckerlehrlinge direkt weiter in die Backstube.

Große Augen machten die Kinder als sie bemerkten, dass an vielen Stellen bereits aufgeräumt und sauber gemacht wurde und es überall nach fertigen Backwaren roch. Sie erfuhren, dass die Arbeit hier schon um zwei Uhr nachts beginnt. Direkt am Eingang der Backstube erwartete die Kinder ein großer Hefeteig der unter den erstaunten Blicken der Kinder von einer Maschine zu kleinen Brötchen geformt wurde. Insgesamt zeigte sich ein großes Interesse an den vielen alt aussehenden Maschinen. Für besondere Begeisterung sorgten der Riesentopf mit Rührfunktion“ zum Herstellen von Pudding für die beliebten Puddingschnecken und die Wendemaschine, die zum Herstellen
von Berlinern im heißen Fett verwendet wird.

Weiter ging die Tour zwischen den arbeitenden Bäckern hindurch und vorbei an mehreren großen Öfen bis zu einer Maschine mit einem riesigen Schneebesen. Die Drehgeschwindigkeit dieser Maschine begeisterte so sehr, dass sie gleich wiederholt laufen musste und ein Kind aus dem Hintergrund staunte: „Da kommen die Finger besser nicht rein.“
In der Wiegestube kam dann die erste praktische Herausforderung auf die Grundschüler zu. Das Erkennen und Verkosten diverser Körner. Nach langem Rätseln kam man auf Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mohn, Sesam und weitere. Beim Farbvergleich verschiedener Mehlsorten entbrannte die Diskussion, ob an das „dunkle Mehl“ auch im Einkaufsmarkt kaufen könne.
Mehl kaufen war das richtige Stichwort für einen Besuch im Keller der Backstube. Dort begeisterten vier „riesige Säcke“, die an Maschinen besonders interessierten Jungs. Hinter den Säcken verbargen sich Kammern für insgesamt 56 Tonnen Mehl, welches mit dem „Tanklastwagen“ alle zwei Wochen angeliefert wird. Nach einer kurzen Erklärung der automatisierten Funktionsweise, fragte Talah was denn passiere, wenn die Technik mal „kaputt“ gehen würde. Herr Klein erklärte dann, dies sei noch nie passiert, klopfte dreimal auf Holz, und dass es für solche Fälle einen Notdienst gäbe.
Kurz vor der Brotverkostung zum Schluss konnten die Kinder dann noch die Schokoliermaschine in Betrieb sehen. „Das ist mein Lieblingsgeruch“, (der nach Schokolade,) stellte Seineb kurz und klar fest. Flüssige Schokolade wie aus einem großen Schokobrunnen erzeugte abschließend noch einmal Begeisterung.

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